Fr. 06.01.2017 - 20.00 Uhr
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„Charles   Bukowski   hat   Schönheit   gefunden,   wo   sie   keiner   vermutet   hat   und   wo   die   meisten   noch   nicht   einmal   danach   gesucht   haben“, schrieb   einmal   der   Journalist   Michael   Althen.   Dass   er   dabei   hier   und   da   eine   grobe   Sprache   wählt,   liegt   in   der   Natur   der   Sache.   Es   ist   seine Sprache;   der   Dichter   der   Straße,   wie   ihn   manche   nannten,   schreibt   aus   einer   alltäglichen   Notwendigkeit   heraus,   die   jedes   Wort   wahr   und zwingend   macht.   Nichts   ist   Kalkül,   jedes   Wort   muss   sein.   Auch   nach   8   Stunden   Maloche   bei   der   Post,   wo   er   11   Jahre   als   Briefsortierer arbeitete,   ist   er   in   seinen   Gedichten   auf   der   „Suche   nach   der   letzten   Wahrheit,   die   man   nie   zu   fassen   bekommt“.   Und   so   schreibt   er   über   die piefigen   Nörgler,   während   sein   Buddha   schmunzelnd   in   der   Ecke   sitzt.   Oder   die   Pferderennbahn,   wo   er   soviel   Geld   ließ,   die   Frauen   und   ihre Hüften,   ihre   Hintern.Oder   die   Pferderennbahn,   die   Frauen   und   ihre   Hüften,   ihre   Hintern.   Über   einen   Jungen,   der   ihm   klar   macht,   dass   der bloße   Anblick   des   Meeres   nicht   schön   ist.   Bukowski   selbst   beschreibt   seine   Arbeit   mit   den   Worten:   „Beobachtung   in   die   Tat   umgesetzt,   ist   die Essenz   der   Kunst.“   Früher   mögen   bestimmte   Wörter   und   der   Umgang   mit   ihnen   anrüchig   oder   abstoßend   gewirkt   haben.   Aber   in   der heutigen Zeit? Heute lenken sie nicht mehr ab und geben so den Blick frei auf einen genialen Dichter. Charles Bukowski – 1920 bis 1994. Als   Gastsänger   konnte   der   Schauspieler   Peter   Lohmeyer   gewonnen   werden.   Wenn   er   im   Gedicht   „Sagenhaft“   über   den   Regen,   die „himmlische   Brühe“   singt,   findet   er   mit   seiner   Stimme   die   Schönheit,   die   der   Melancholie   innewohnt.   Lohmeyer   ist   gern   melancholisch,   ja   er badet   geradezu   darin.   Den   Blick   Bukowskis   in   die   Berge   Hollywoods   „zu   den   reichen   Hengsten   und   ihren   Stuten“   verwandelt   er   in   perfektes Kopfkino.   Ob   nur   mit   einer   Kinderspieluhr   in   der   Hand   oder   der   ganzen   Band   im   Rücken,   Lohmeyers   Interpretation   der   Texte   saugt   den Zuhörer   an.   Er   muss   nicht   abgeholt   werden,   nein,   dem   Gast   steht   die   Tür   offen;   gern   tritt   er   ein,   um   letztlich   auf   dem   Sofa   in   Bukowskis Wohnzimmer   Platz   zu   nehmen.   Dort   sitzt   schon   die   wunderbar   aufeinander   eingespielte   Band.   Tim   Lorenz   am   Schlagzeug,   Andreas   Sperling an den Keyboards, Markus Runzheimer am Bass, Reinhardt Repke spielt Gitarre und singt einige Songs selbst. Die deutschen Übersetzungen der Gedichte stammen von Carl Weissner, der mit Bukowski befreundet war. 2016,   im   10.   Jahr   des   Bestehens   des   CLUBs   DER   TOTEN   DICHTER,   nun   CHARLES   BUKOWSKI.   Nach   Heinrich   Heine,   Wilhelm   Busch,   Rainer Maria   Rilke   und   Friedrich   Schiller   der   fünfte   Dichter,   den   Reinhardt   Repke,   Gründer   des   Clubs,   neu   vertont.   In   den   Jahren   wurden deutschlandweit mehr als 300 Konzertaufführungen gespielt, mit nahezu 100.000 begeisterten Konzertbesuchern. Das   Gedicht   feiert   gerade   eine   Renaissance.   Bukowski   wusste   es   schon   immer:   „Das   Gedicht   ist   der   einsame   Favorit   auf   der   Zielgerade. Daran führt nichts vorbei. Es wird das Rennen machen.“
KLEINKUNSTBÜHNE  RUDOLSTADT CLUB DER TOTEN DICHTER
REINHARDT REPKEs CLUB DER TOTEN DICHTER Charles Bukowski – Gedichte neu vertont
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